Aufruf zum Protest
Aufruf zum Protest
Verehrte Bürger,
vom 8.01.-12.01.26 planen europäische Landwirte weitere Protestaktionen. Hintergrund ist der geplante Abschluss eines Freihandelsabkommens der EU mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten (kurz: Mercosur-Abkommen) sowie neuer und höherer CO₂-Steuern. Diese Maßnahmen schwächen die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirte weiter. So wird nicht nur die wirtschaftliche Existenz der Landwirte sowie der mit ihnen verbundenen Wirtschaftsbereiche, sondern damit auch unsere nationale Ernährungssouveränität mit heimischen und kontrollierten Lebensmitteln bedroht.
So können sie helfen:
· Nehmen Sie aktiv an den friedlichen und angemeldeten Protesten teil *
(z.B. 08.01.26 alle Autobahnzufahrten in Mecklenburg-Vorpommern sowie Nordbrandenburg)
· Unterstützen Sie die Demonstranten mit wärmender Nahrung und motivierenden Gesprächen
(Es wird sehr kalt! Kaffee, Suppe oder Würstchen im Brot werden dankend angenommen.)
· Schreiben Sie Ihren Abgeordneten aus dem Europaparlament und Bundestag
(Adressen und Textvorschlag auf Rückseite)
· Zeigen Sie Flagge
(Hissen Sie für die Dauer der Proteste Deutschlandflaggen an ihren Autos und Wohnorten)
Für Ihre Unterstützung dankend, wünsche ich Ihnen ein gesundes Neujahr 2026.
Mit besten demokratischen Grüßen
Benjamin Meise
Bundesvorstand DLW
* Ansprechpartner ist der Landwirt und Kreistagsabgeordneter Mario Ortlieb (0173 20 54 092)
Musterbrief-Vorlage
Betreff: Ablehnung des EU-Mercosur-Abkommens – Für fairen Handel und unsere Zukunft
Sehr geehrte/r Herr/Frau Abgeordnete/r [Nachname],
ich wende mich heute als besorgte/r Wähler/in und Bürger/in an Sie, um Sie eindringlich zu bitten, dem EU-Mercosur-Freihandelsabkommen in seiner jetzigen Form nicht zuzustimmen. Dieses Abkommen birgt erhebliche Risiken für unsere Umwelt, unsere Landwirtschaft, unsere Verbraucher und unsere demokratischen Standards.
Warum ich gegen das Abkommen bin:
· Klimaschutz und Entwaldung: Das Abkommen befeuert die massive Entwaldung im Amazonasgebiet, widerspricht den Klimazielen Europas und setzt unsere Versorgung mit heimischen Lebensmitteln aufs Spiel, da die Mercosur-Staaten unsere Umwelt- und Tierschutzstandards nicht einhalten.
· Europäische Landwirtschaft unter Druck: Das Abkommen droht, unsere heimischen Landwirte durch Billigimporte zu untergraben, die unter weitaus schlechteren Bedingungen produziert wurden. Dies ist unfair und gefährdet unsere Ernährungssicherheit.
· Mangelnde demokratische Mitsprache: Die Art und Weise, wie das Abkommen durch die EU-Kommission vorangetrieben wird, um die Mitsprache nationaler Parlamente zu umgehen, ist undemokratisch.
· Verbraucherschutz: Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa könnten mit Lebensmitteln konfrontiert werden, die nicht unseren hohen Standards entsprechen, was Gesundheits- und Sicherheitsrisiken birgt.
Ein Handel muss fair sein, und darf aber nicht auf Kosten von Umwelt, Klima und sozialer Verantwortung gehen. Das aktuelle Mercosur-Abkommen ist unglaubwürdig und steht im Widerspruch zu europäischen Werten.
Ich appelliere an Sie: Setzen Sie sich für substanzielle Nachverhandlungen ein oder lehnen Sie das Abkommen ab. Ein klares „Nein“ zu unfairem Handel ist ein „Ja“ zu unserer Landwirtschaft, unserer Umwelt und einer zukunftsfähigen EU.
Ich bitte um eine Bestätigung, dass Sie meine Bedenken ernst nehmen und Ihre Stimme gegen das Abkommen erheben werden.
Mit freundlichen Grüßen,
[Ihr Name]
[Ihre Adresse/PLZ]
[Ihre E-Mail-Adresse]
Brandenburgische Abgeordnete
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EU-Parlament:
Dr. Christian Ehler, MdEP (CDU) Gregor-Mendel-Straße 3, 14469 Potsdam
Mary Khan-Hohloch, MdEP (AfD)
Dr. Sergey Lagodinsky, MdEP (Grün) Deutscher Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Bundestag: Kellner, Michael Bündnis 90/Die Grünen |
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Alle Kontaktdaten finden Sie unter:
https://www.europarl.europa.eu/meps/de/home
https://www.bundestag.de/abgeordnete