BILDUNG DARF NICHT ZUM SPARPOSTEN WERDEN!
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DLW fordert verlässliche Bildungsstrategie für Brandenburg
Steinhöfel, 24.08.2026 - Brandenburgs Bildungssystem steht zum Beginn des Schuljahres 2026/27 erheblich unter Druck. Während die Schülerzahlen einen der höchsten Stände seit rund zwei Jahrzehnten erreichen, fehlen weiterhin Lehrkräfte. Gleichzeitig stehen im Zuge der aktuellen Haushaltsberatungen für 2027/28 auch im Bildungsbereich Ausgaben und Einsparmöglichkeiten auf dem Prüfstand.
Für die DLW – Deutsch Land Wirtschaft ist das der falsche Zeitpunkt, bei Bildung und den Strukturen im ländlichen Raum den Rotstift anzusetzen.
Lehrermangel bleibt zentrale Herausforderung
Zum Schuljahresbeginn fehlen in Brandenburg mehrere hundert Vollzeit-Lehrkräfte. Schulen müssen deshalb teilweise auf organisatorische Reserven zurückgreifen, um insbesondere den Pflichtunterricht und abschlussrelevante Fächer sicherzustellen.
Dass dabei Förderangebote und zusätzliche schulische Angebote unter Druck geraten können, zeigt, wie angespannt die Situation inzwischen ist.
Für die DLW reicht es nicht, den Lehrermangel von Schuljahr zu Schuljahr zu verwalten. Brandenburg braucht eine langfristige Personalstrategie.
Dazu gehören mehr Ausbildungskapazitäten, attraktive Arbeitsbedingungen, ein qualifizierter und begleiteter Seiteneinstieg sowie eine konsequente Entlastung der Lehrer von unnötiger Bürokratie.
Haushaltsberatungen dürfen Bildungsprobleme nicht verschärfen
Besonders kritisch sieht die DLW die aktuelle Diskussion vor dem Hintergrund der Haushaltsberatungen 2027/28.
Natürlich muss auch ein Landeshaushalt finanzierbar bleiben. Haushaltskonsolidierung darf jedoch nicht dazu führen, dass notwendige Investitionen in Lehrer, Unterrichtsqualität und wohnortnahe Bildungsangebote verschoben werden.
Bildung ist keine Haushaltsreserve. Bildung ist eine Investition in die Zukunft Brandenburgs.
Wer heute an den falschen Stellen spart, muss die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen später teuer bezahlen.
Schulen im ländlichen Raum erhalten
Gleichzeitig wird aufgrund langfristig sinkender Schülerzahlen bereits über mögliche Schulschließungen gesprochen.
Die DLW warnt davor, daraus vorschnell eine neue Sparstrategie abzuleiten.
Gerade für Brandenburg als Flächenland sind wohnortnahe Schulen ein wesentlicher Bestandteil funktionierender Infrastruktur. Wo Schulen verschwinden, werden Gemeinden für junge Familien unattraktiver, Schulwege länger und die ohnehin bestehenden Unterschiede zwischen Stadt und Land größer.
Sinkende Schülerzahlen können vielmehr eine Chance sein, kleinere Klassen, bessere individuelle Förderung und höhere Unterrichtsqualität zu ermöglichen.
Kleinere Schulstandorte sollten zudem stärker über Schulverbünde, gemeinsame Fachlehrer, digitale Angebote und gemeinsame Verwaltungsstrukturen abgesichert werden, bevor über Schließungen gesprochen wird.
Die DLW fordert einen klaren Kurs
Brandenburg muss mehr Lehrkräfte gewinnen und langfristig halten. Lehrer müssen von unnötiger Bürokratie entlastet und Seiteneinsteiger konsequent qualifiziert und begleitet werden.
Gleichzeitig brauchen wir verlässliche und vergleichbare Bildungsstandards sowie eine stärkere individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler.
Vor allem aber dürfen wohnortnahe Schulen im ländlichen Raum nicht ausschließlich anhand von Schülerzahlen und kurzfristigen Kosten beurteilt werden.
Die aktuellen Haushaltsberatungen müssen deshalb ein Signal für Bildung und nicht für weiteren Rückbau setzen.
Brandenburg braucht keine Bildungspolitik, die lediglich den nächsten Mangel verwaltet. Das Land braucht eine Strategie, die heute dafür sorgt, dass auch morgen ausreichend Lehrer, starke Schulen und hochwertige Bildung vorhanden sind.
Für starke Schulen. Für den ländlichen Raum. Für Brandenburgs Zukunft.
