Pressemitteilung: LKW-Sonntagsfahrverbot: Ausnahmen ja – Freifahrtschein nein!
Pressemitteilung: LKW-Sonntagsfahrverbot: Ausnahmen ja – Freifahrtschein nein!
Die aktuellen Lockerungen des LKW-Sonntagsfahrverbotes mögen angesichts besonderer Transport- und Versorgungslagen kurzfristig nachvollziehbar sein.
Die Partei Deutsch-Land-Wirtschaft (DLW) warnt jedoch davor, aus einer zeitlich begrenzten Ausnahme schleichend einen Dauerzustand zu machen.
„Schon heute leidet die Transportbranche unter einem erheblichen Fahrermangel. Zehntausende Berufskraftfahrer fehlen in Deutschland, während gleichzeitig ein großer Teil der heutigen Fahrer in den kommenden Jahren altersbedingt aus dem Beruf ausscheiden wird. Zusätzliche Fahrtage lösen dieses Problem nicht, sie erhöhen vielmehr den Druck auf das vorhandene Personal.“ erklärt Generalsekretär Frank Grüneberg.
Besonders kritisch sieht die DLW mögliche Grauzonen bei der Nutzung der Ausnahmeregelungen. Sind die Voraussetzungen nicht eindeutig definiert und werden Fahrten nicht konsequent kontrolliert, bestehe die Gefahr, dass auch reguläre Transporte als notwendige Ausnahmefahrten deklariert werden. Eine Ausnahme dürfe nicht zum Schlupfloch werden, mit dem das Sonntagsfahrverbot faktisch durch die Hintertür ausgehebelt wird.
„Statt immer neue Fahrtage zu ermöglichen, muss die Regierung endlich die Ursachen angehen: bessere Arbeitsbedingungen, mehr sichere LKW-Stellplätze, eine attraktivere Ausbildung und Qualifizierung von Berufskraftfahrern sowie eine leistungsfähige Infrastruktur auf Straße, Schiene und Wasserwegen. Deutschland braucht eine funktionierende Logistik. Aber Logistikprobleme lassen sich nicht dauerhaft lösen, indem die Belastung auf diejenigen abgewälzt wird, die das System jeden Tag am Laufen halten.“ ergänzt Vorstandsvorsitzender Benjamin Meise.