HEUTE FEHLEN DIE LEHRER – MORGEN SOLLEN DIE SCHULEN FEHLEN?
HEUTE FEHLEN DIE LEHRER – MORGEN SOLLEN DIE SCHULEN FEHLEN?
DLW fordert endlich eine langfristige Bildungsstrategie für Brandenburg
Brandenburg steht vor einem der schwierigsten Schuljahre seiner Geschichte. Kurz vor Schuljahresbeginn sind weiterhin mehr als 100 Lehrerstellen unbesetzt, die Unterrichtsversorgung steht unter erheblichem Druck und selbst die zuverlässige Absicherung aller Schulabschlüsse wird zur Herausforderung. Gleichzeitig wird bereits darüber gesprochen, wegen langfristig sinkender Schülerzahlen Schulen zu schließen.
Für die DLW – Deutsch Land Wirtschaft passt das nicht zusammen.
„Brandenburg braucht deshalb eine langfristige Personal- und Standortplanung statt eines ständigen Reagierens auf den nächsten Engpass.“, fügt Benjamin Meise, Bundesvorsitzender der DLW, hinzu.
Wir brauchen mehr Lehrerausbildung, einen qualifizierten Seiteneinstieg, weniger Bürokratie für Lehrkräfte, verbindliche Bildungsstandards und eine konsequente Stärkung der Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen.
Vor allem im ländlichen Raum müssen Schulen möglichst wohnortnah erhalten bleiben und kleinere Standorte durch Kooperationen und Schulverbünde eine Zukunft erhalten. Digitale Angebote können Unterricht sinnvoll ergänzen, sie dürfen den Lehrer im Klassenzimmer aber nicht zum Sparmodell machen.
Die DLW fordert deshalb, die prognostiziert sinkenden Schülerzahlen als Chance für bessere Bildungsqualität zu nutzen, statt vorschnell über Schulschließungen nachzudenken.
Wer Brandenburgs ländlichen Raum erhalten will, muss dort auch Schulen, Lehrer und gute Bildung erhalten.